Ausgabe Nr. 1/2025

17 Nr. 1 | 2025 die Staus in Zukunft kaum geringer. Ist der Salami am Stück ungeniessbar, braucht es das eine oder andere Rädli. Nach dieser Abstimmung haben Projekte nur eine Chance, wenn der Schmerz bei Automobilisten gross ist. Zudem geht es nun darum, bestehende Arbeiten und Projekte zu Ende zu führen und ansonsten ein wenig Optimierung zu betreiben. Aus dem Pannenstreifen entsteht eine dritte Spur usw. Steigt der Schmerz, haben auch Ausbauprojekte wieder eine Chance. Die Lehre daraus ist, nicht zu viel draufzupacken. Eines ist sicher: Die Schweiz wächst, auch in der Zukunft. Die Leute wollen während der Woche zur Arbeit und samstags ins Wochenende. Nicht die Chauffeure sollen zahlen Kaum war die Abstimmung verloren, zielte die ASTAG schon auf eine Lockerung des Nachtfahrverbotes. Schlecht ist, wenn nun die Chauffeure mit Arbeitsbeginn 4 Uhr für das Abstimmungsresultat zahlen sollen. Wir haben bereits jetzt die höchsten Einsatzzeiten und am wenigsten Nachtruhe und Freizeit. Alle anderen Branchen haben gesetzlich maximal 50 Arbeitsstunden pro Woche und mindestens 11 Stunden Nachtruhe. Kaum eine andere Branche arbeitet für 100% Lohn mehr als 43 Stunden pro Woche. Seit Lastwagen vernetzt sind, ist im Betrieb jede Aktivität des Chauffeurs sichtbar. Die Leine ist kürzer geworden. Chauffeure sind wie Arbeiter in einer anderen Branche kontrollierbar. Von der Truckerromantik und Freiheit aus vergangenen Zeiten ist viel verloren gegangen. Für Die App wird bald auf den Stores Google Play und App Store verfügbar sein. Eine App auf 3 Stufen – GAST-User, Registrierter User und Mitglied-User Demnächst neue ROUTIERS App verfügbar Les Routiers Suisses Route de la Chocolatière 26 | 1026 Echandens Tel 021 706 20 00 | www.routiers.ch Kurse reservieren sich als Mitglied registrieren Parkplatz suchen ROUTIERS-Zeitschrift lesen Relais Routiers suchen flexiblere Arbeitszeit in der Nacht sollte die wöchentliche Einsatzzeit reduziert werden. Eine Reduktion des Nachtfahrverbotes bringt nicht viel, da die meisten Kunden vor 7 Uhr sowieso keine Waren annehmen, geschweige denn zur Abholung bereitstellen. Fährt ein Chauffeur um 4 Uhr los, um einen Stau zu vermeiden, wartet er anschliessend vor der Rampe des Kunden. Dies wäre dann bezahlte Bereitschaftszeit. Aus Erfahrung wird das aber in mancher Firma eher als unbezahlte Pause abgerechnet. Es trifft alle Wir müssen lernen, mit Staus zu leben. Staus sind wie schlechtes Wetter. Teilweise muss damit gerechnet werden, teilweise treten sie unerwartet auf. Es lohnt sich nicht, sich darüber zu ärgern. Detailhändler mit ihren gefürchteten Lieferzeitfenstern müssen sich auch daran gewöhnen. Das Problem der Verspätungen wird sich nicht mit Konventionalstrafen lösen lassen. Es trifft alle. Da kaum ein Transporteur den wachsenden Aufwand selbst zahlen kann, werden die Preise eher ansteigen. Wer das nicht umzusetzen versteht, geht unter. ■

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