Ausgabe Nr. 2/2025

16 TRANSPORTWELT mussten, damit der Transformator mit dem Hallenkran angehoben werden konnte. Dazu wurde der Trafo mittels der Fahrzeughydraulik abgesetzt und dann nochmals aussermittig angehoben, sodass er noch etwas weiter in die Kaverne gelangte. Anschliessend wurde die Seitenträgerbrücke aufgemacht, damit der Transformator abgedreht werden kann. In einem Hub, welcher die volle Konzentration des Kranführers benötigte, wurde der Transformator anschliessend vor den Zugang zum endgültigen Standort gehoben. Hier kann er anschliessend via Seilzugapparat eingebracht werden. Leerfahrten sind unproduktiv Da Leerfahrten ineffizient sind, bot sich hier an, gleich den alten Transformator, der ein wenig leichter war, aus der Kaverne hinauszuziehen. Dieser wurde allerdings draussen auf eine andere Kombination geladen und konnte relativ hoch durch das Wallis gefahren werden. Auf der letzten Fahrt zur Entsorgung hatte der ausgediente Transformator nicht mehr so viele Brücken zu unterqueren, sodass auch mit hoher Ladung gefahren werden konnte. Leerfahrten gab es natürlich trotzdem, denn die Teile der Seitenträgerbrücke mussten wieder zurück auf den Hof von Friderici Spécial kommen. Das Kraftwerk Bitsch Das Kraftwerk befindet sich in einer Kaverne, rund 800 m im Berg. Hier wurden drei Turbinengruppen installiert, die 340 mw Leistung umwandeln. Dazu wurde die Staumauer Gebidem auf 1436 m ü.M. gebaut. Die Bogenstaumauer ist 122 m hoch und staut 9,2 Mio. m3 Wasser vom Abfluss des grossen Aletschgletschers. Bei Volllast stürzen 55 m3/s Wasser die 750 m zu den Turbinen hinab. Pro Stunde werden die Turbinen mit bis zu 40 t Sedimenten belastet. Daher wundert es nicht, dass die Turbinengruppen zwischendurch ausgetauscht werden. ■ In der Kaverne ist besonders präzise Arbeit gefragt. Für die Einfahrt in die Kaverne hat es knapp genügend Platz. Ausdrehen des Transformators. Der neue Generator im alten Kraftwerk ist bald komplett und kann sauberen Wasserstrom produzieren.

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