30 VERKEHR UND INFRASTRUKTUR Albert Rösti (m.) startete mit den Gemeindepräsidenten von Airolo und Göschenen, dem Gesamtprojektleiter und Vertretern der Bauunternehmen die Tunnelbohrmaschinen. «Die zweite Röhre dient der Vollendung der Vision, die Schweizer Regionen und insbesondere das Tessin ganzjährig zu verbinden», sagte Bundesrat und UVEK-Vorsteher Albert Rösti am Festakt zur Andrehung der beiden Tunnelbohrmaschinen. «Ganz zu schweigen vom grossen Sicherheitsgewinn.» Nach fünfjähriger Vorbereitung begann im Februar der Hauptvortrieb für die zweite Röhre des Gotthard-Strassentunnels. Mit der offiziellen Andrehfeier für die beiden Tunnelbohrmaschinen (TBM) in Göschenen und Airolo lanciere das Bundesamt für Strassen ASTRA als Bauherrin das eigentliche Kernstück des Projekts, den Ausbruch der zweiten Röhre, wie das ASTRA dazu mitteilt. Die beiden Tunnelbohrmaschinen mit einem Durchmesser von rund 12,3 Metern und einem Gewicht von rund 2000 Tonnen starten demnach von Norden und Süden. Bis zur Losgrenze legen beide TBM eine Strecke von sieben bis acht Kilometern zurück und Die beiden Tunnelbohrmaschinen für den Hauptvortrieb zum Bau der zweiten Röhre des Gotthard-Strassentunnels sind gestartet oder wurden angedreht, wie es im Jargon heisst. Die Andrehfeiern fanden an beiden Portalen in Göschenen (UR) und Airolo (TI) statt. TEXT: DANIEL VON KÄNEL FOTOS: ASTRA passieren dabei jeweils eine rund 350 Meter lange geologische Störzone, die im konventionellen Verfahren mit Baggern ausgebrochen wird. «Die Maschinen werden durchschnittlich 18 Meter pro Tag voranschreiten und sollen im Frühling 2027 ihr Ziel in der ungefähren Tunnelmitte erreichen. Der feierliche Durchschlag ist für den Herbst 2027 vorgesehen. 2030 soll die zweite Gotthardröhre für den Verkehr freigegeben werden und die Instandsetzung der bestehenden Röhre beginnen», heisst es weiter. TBM von Herrenknecht Dem Beginn des Hauptvortriebs gingen mehrjährige Vorarbeiten voraus. Sie umfassten unter anderem die Umlegung des Service- und Infrastrukturstollens, den Ausbruch der Zugangsstollen zu den beiden Störzonen sowie den Aufbau der komplexen Infrastruktur zur Bewirtschaftung des Ausbruchmaterials. «Die letzten Monate waren geprägt von der Anlieferung und Montage der beiden Tunnelbohrmaschinen des deutschen Herstellers Herrenknecht», schildert das ASTRA. Der nun beginnende Hauptvortrieb startet zeitgleich von beiden Tunnelseiten. Auf der Nordseite ist die «ARGE secondo tubo», bestehend aus den Unternehmen Implenia Schweiz AG sowie Frutiger AG, mit den Arbeiten im budgetierten Umfang von rund 467 Millionen Franken beauftragt. Auf der Südseite werden die Arbeiten durch das «Consorzio Gottardo Sud» durchgeführt, das aus den Unternehmen Marti Tunnel AG, Mancini & Marti SA sowie Ennio Ferrari SA besteht. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 499 Millionen Franken. «Mit gesamthaft fast einer Milliarde Franken sind die beiden Hauptlose für die zweite Gotthardröhre von grosser Bedeutung für die Schweizer Baubranche. Sie gehören zu den wichtigsten Vergaben der letzten Jahre in den beiden Angedreht
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