27 Nr. 7 | 2025 FAHRZEUGE UND TECHNIK Die Doppelkabine mit Pritsche bei 1-Tonnen-Lieferwagen ist von Beginn weg ein Alleinstellungsmerkmal von VWN. «DoKa» sind sonst erst in der nächsthöheren Gewichtsklasse anzutreffen. NEUAUFLAGE VW TRANSPORTER Das kann der neue Transporter Die gewerbliche Version des T7 ist aus der Zusammenarbeit mit Ford entstanden, aus welcher beispielsweise auch bereits die aktuelle Version des Pick-up Amarok hervorgegangen ist. Die Basistechnik steuert Ford bei und der Transporter wird auch in einem Ford-Werk gefertigt, allerdings auf einer VW vorbehaltenen Produktionslinie und mit VW-eigener Qualitätskontrolle. Enthüllt worden ist der T7 auf der IAA Transportation im September 2024, die ersten Modelle sind bereits in diesem Frühling angerollt. Antriebstechnisch kann der Kunde wählen zwischen Dieselmotoren mit Vorder- und Allradantrieb, auch die Elektroversion (netto 64 kWh) gibt es neben dem Hinterradantrieb auch mit AWD. Als drittes Modell folgt im kommenden Jahr noch ein Plug-in-Hybrid (16,5 kWh) mit Vorderradantrieb. Transporter und Caravelle gibt es mit zwei Radständen und auch einem Hochdach. Zudem ist bereits eine Pritschenversion mit Doppelkabine in Vorbereitung, ebenso beim Van ein Plus-Modell, welches eine zweite Sitzbank besitzt. Bei diesem Modell gibt es zudem eine sogenannte L-Trennwand, bei welcher der Laderaum hinter dem Fahrer trotz zweiter Sitzreihe für langes Ladegut erhalten bleibt. Beim Elektromodell ist zudem eine Art Trafostation (Bild) erhältlich, welche es einem Handwerker ermöglicht, beispielsweise seine Schleifbank oder seine mobile Kreissäge netzunabhängig zu betreiben; auch der Plug-in-Hybrid wird diese Option bieten. Erste Fahreindrücke zeigen, dass der neue Transporter die erwartete Solidität aufweist und die weit über 1000 Besteller in der Schweiz nicht enttäuschen dürfte. Martin Schatzmann Aus Eins mach Drei – von der ersten bis zur sechsten Generation (rechts) reichte jeweils eine einzige technische Basis für alle Anwendungen des Transporters. Heute sind es deren drei (von links): der rein elektrische ID. Buzz, der Transporter aus der Zusammenarbeit mit Ford und der Multivan auf der PW-Plattform von VW. Produktion nach Hannover verschoben, wo das eigens errichtete Werk 1956 in Betrieb genommen wurde. Mit der ersten Neuauflage 1967 hielt die «T»-Bezeichnung Einzug, indem die zweite Generation T2 genannt wurde. Das Urmodell wurde erst rückwirkend auch als T1 bezeichnet. Mit dem T3 wichen 1979 die runden Linien einem kantigen Design und der Bulli erhielt den Übernahmen Ziegelstein aus Hannover. Die bekannte Technik mit charakteristischem Heck-Boxermotor wurde im T3 übernommen. Grundlegend war der Wandel auf den T4, bei dem 1990 die Optik und die Technik komplett neu daherkamen. Vor allem der Wechsel vom Heck- auf Frontmotor und die Abkehr vom Boxer brachten die grössten Veränderungen, die sich notgedrungen auch in der Gestaltung niederschlugen. 2003 fand der Wechsel auf den T5 statt, auf den 2015 der T6 folgte, mit mehr Technik und nur geringer optischer Veränderung. 2021 begann schliesslich der Transfer auf den T7, zuerst mit dem neuen Multivan, der auf VWs MQB-Plattform basiert. Der ID. Buzz, der 2022 folgte, besass eine ausschliesslich auf E-Antrieb ausgelegte Plattform und Ende 2024 wurden die kommerziellen T7-Modelle auf einer mit Ford gemeinsam entwickelten Plattform lanciert, die rechtzeitig aufs Jubiläum auf die Strassen zu rollen begannen. Happy Birthday, VW Transporter. ■ Der Transporter T7 bietet clevere Lösungen und ist solide gebaut.
RkJQdWJsaXNoZXIy MjYwNzMx