Ausgabe Nr. 8/2025

15 Nr. 8 | 2025 23. - 27. Oktober 2025 suissecaravansalon.ch www.caravaningsuisse.ch Patronatspartner Die Messe für Camping und Caravaning ABENTEUER BEGINNEN HIER Medienpartner VERKEHR UND INFRASTRUKTUR POWER-TO-GAS-KONGRESS 2025 Es gibt noch viel zu tun Unter diese profane Aussage lässt sich der diesjährige Power- to-Gas-Kongress von energie-cluster.ch zusammenfassen. Im von interessanten Referaten geprägten Kongress am 9. September standen in erster Linie die Bedeutung von grünem Wasserstoff und von Power-to-X-Derivaten wie Biomethangas und Bioethanol im Zentrum. Als Knackpunkt für den Ausbau von Infrastruktur und die Realisierung von Projekten ist die aktuell nicht existierende Planungssicherheit mangels klarer Leitlinien, aber auch die kurzfristig ausgerichtete Geldpolitik. Planungssicherheit ist auch für Länder ausserhalb von Europa wichtig, da sich nur mit ihnen unser künftiger grüner Energiebedarf abdecken lässt. Trotz grossem Interesse, Europa mit grünem Wasserstoff zu versorgen (z.B. Algerien), werden dort Kapazitäten nur dann aufgebaut, wenn auch eine Abnahmegarantie/Investitionssicherheit besteht. Neben anderen Punkten war am Kongress immer wieder Unverständnis darüber zu hören, dass bislang der CO2-Ausstoss nicht sanktioniert wird. Entsprechend bleibt für nachhaltige Treibstoffe und Energielieferungen ein Preisnachteil, der sich überaus negativ auf mögliche Geschäftsmodelle auswirkt und die Skalierung von Projekten behindert oder gar verunmöglicht. Diesbezüglich dürfte auch für die Schweiz interessant sein, ob die EU bereit ist, e-Fuels wie hierzulande in die CO2-Flottenregulierung einzubauen und dadurch relevante Schritte für eine Parität der fossilen und nichtfossilen Treibstoffe zu unternehmen. Martin Schatzmann Informationen: emobile-verkehrsforum.ch & energie-cluster.ch (Kasten) tal. Bei «iamo» (intelligente automatisierte Mobilität) sollen automatisierte Autos und Kleinbusse (je vier) die Menschen an den ÖV anbinden. Wie bei Artour sollen die Fahrzeuge dereinst ohne Sicherheitsfahrer, sondern fernüberwacht laufen. Momentan findet bei «iamo» der technische Aufbau (Kartierung) statt, erste Kundenfahrten dürften im ersten Halbjahr 2026 möglich werden. Diverse weitere Projekte sind in der Schweiz in Ausarbeitung oder kurz vor der Realisierung. So sollen Flughafenmitarbeitende künftig in Kloten per autonomem Kleinshuttle von A nach B gefahren werden. Ein anderes Projekt ist AutoDepot, das automatisierte Busdepot. Hier sollen Busse künftig mit maximal 3 km/h ohne Fahrer auf dem Hof und in der Garage rangieren. Chauffeure sollen sich dadurch vor allem auf Fahraufgaben mit Passagieren konzentrieren können. Gemäss Oliver Nahon sollen auf diese Weise in einem 100-Bus-Depot jährlich 1500 Stunden eingespart werden, was für ein Depot in der Schweiz jährliche Einsparungen in der Höhe von 600 000 Franken bringen soll. ■

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