18 Im E-Bus-Vergleich massen sich die 12-m-Busse Iveco Crossway LE (3. von links), Higer Fencer 2, Solaris Urbino 12 Electric und VDL Citea LF-122. Sie werden links flankiert vom Hess-Versuchs-Bus und vom Mercedes eCitaro K und rechts vom Tremonia Sprinter City 75 Electric und dem auf Elektro umgerüsteten Setra S 9. In Städten ist die Elektrifizierung der Linienbusse längst zum festen Bestandteil der Flottenerneuerung geworden, wobei vorerst vor allem die batterieelektrische Lösung vorangetrieben wird. Allerdings finden auch zunehmend Brennstoffzellenlösungen Verbreitung, die dank der Umwandlung von Wasserstoff in Strom ebenfalls unter Elektroantrieb fallen. Gleichwohl ist der diesjährige Vergleichstest von Omnibusspiegel auf Batteriebusse fokussiert, und zwar auf die Standardgrösse mit 12 Metern Länge. Am Start stehen drei Niederflur- und ein Low-Entry-Modell. Bei Letzterem handelt es sich um den Iveco Crossway LE City, die Niederflurbusse sind der Higer Fencer F1 aus China, der Solaris Urbino 12 Electric und der VDL Citea LF-122. Ausser Konkurrenz am Test dabei sind zwei Modelle aus der 10-mKlasse, das Konzeptfahrzeug Hess Swiss eBus Plus auf Basis des Lightram 10 Plug (10,6 m) und der Mercedes-Benz eCitaro K (10,76 m) sowie der Kleinbus Tremonia Sprinter City 75 Electric. Sie durchliefen die gleichen Testkriterien, allerdings ohne in die Ausmarchung zu fallen. In den folgenden Ausführungen Das deutsche Fachmagazin Omnibusspiegel hat bereits den siebten ausführlichen Vergleichstest aktuellster batterieelektrischer Stadtbusse organisiert. Von den sieben Bussen liefen nur vier 12-m-Busse im Vergleich, drei Fahrzeuge liefen ausser Konkurrenz. TEXT: MARTIN SCHATZMANN FOTOS: OMNIBUSSPIEGEL beschränken wir uns daher nur noch auf die vier Kontrahenten. Fester Testparcours Für die seriöse Testumgebung sorgen die Bonner Verkehrsbetriebe, die Stadtwerke Bus und Bahn. Deren Werksgelände dient während des dreitägigen Events als Basis für die verschiedenen Abklärungen. Von hier aus wird mit allen Bussen ein simulierter Linienbetrieb über 16,9 km mit 19 Haltestellen durchgeführt. An jeder dieser Haltestelle wird angehalten und zwei Türen geöffnet. Dabei sind neben innerstädtisch kurzen Haltestellenintervallen auch Überlandabschnitte enthalten, ebenso eine längere Steigung. Auf der Strecke werden neben dem Energieverbrauch vor allem der Fahrkomfort und die Passagierfreundlichkeit ermittelt. Doch damit nicht genug, der Test wird durch einen Werkstattcheck abgerundet. Hierbei nimmt ein spezialisiertes Team alle Busse mit Blick auf Konstruktions- und Verarbeitungsqualität unter die Lupe und klärt die Servicefreundlichkeit der einzelnen Fahrzeuge ab. Fahrverhalten und Fahrerorientierung, Passagierkomfort und Werkstatt machen je einen Drittel Wertung aus. So viel sei schon verraten: Die Nase knapp vorne hatte zum Schluss der VDL Citea LF-122, hauptsächlich wegen des guten Abschneidens beim Fahrerplatz und dem Fahrkomfort. Werkstatt In der Konstruktion verfügen alle Busse vorne über eine Einzelradaufhängung, und von den Probanten ist der Antrieb von dreien mit Zentralmotor ausgestattet, einzig VDL setzt auf die Elektroachse. Grundsätzlich weisen alle Fahrzeuge einen hohen Standard auf, nur ganz vereinzelt trüben eine unsauber verlegte Leitung (Scheuergefahr) oder Mängel in der Verarbeitung das positive Gesamtbild. Vor allem beim chinesischen Neuling Higer Fencer wird der grösste Nachholbedarf bei der Fertigungsqualität geortet, wobei zu seiner Verteidigung gesagt werden muss, dass es sich noch um ein Vorserienfahrzeug handelt. Und dass der Higer das Scania- Emblem trägt, ist dem Grund geschuldet, dass Scania Deutschland den Vertrieb von Higer in Deutschland übernommen hat. Vier E-Stadtbusse im
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