Ausgabe Nr. 8/2025

29 Nr. 8 | 2025 TREFFEN/VERBAND Nein, Schnaps gab es vor und während der Ausfahrt keinen, schliesslich dürfen die Fahrer schwerer Fahrzeuge dem Alkohol nicht frönen. Aber so einige Schnapszahlen prägten bereits das Vorfeld der Ausfahrt. Denn die Aargauer Abendausfahrt fand nun bereits zum 8. Mal statt und das erst noch am 8.8. 32 historische Nutzfahrzeuge nahmen an der Ausfahrt teil – was genau die Hälfte von 8×8 ist, aber wiederum die doppelte Anzahl der ersten Ausfahrt mit 16 teilnehmenden Fahrzeugen. Bereits zum zweiten Mal traf man sich bei bestem Wetter auf dem Creabeton-Areal in Brugg, da der vorhergehende Startplatz nicht mehr zur Verfügung steht und auch zu klein ist. Nach einem kurzen Fahrerbriefing ging es auch bereits los. Roman Porta und Andi Lüscher hatten eine schöne Route via Eigenamt, Lenzburg ins Seetal, weiter ins Wynental und über den Böhler ins Suhrental bis nach Muhen ausgesucht. Schon seit einigen Jahren säumen an verschiedenen Stellen Fotografen und Zuschauer die Strecke, wobei Die Aargauer Abendausfahrt ist längst zur Tradition geworden. 2025 fand diese bereits zum 8. Mal statt. Dass sich zufällig weitere Schnapszahlen, die in der Achterreihe vorkommen, ergaben, machte die Ausfahrt noch interessanter. TEXT UND FOTO: ERICH URWEIDER Oldtimer auf «Schnapsfahrt» einige eher zufällig auf die Ausfahrt treffen, andere bewusst einen Fotospot suchen, um einige schöne Foto- oder Videoaufnahmen zu machen. Um 17.15 Uhr fuhr der Tross streng nach Marke und Baujahr eingeteilt los. Um 19 Uhr traf der Konvoi in Muhen bei der Stiftung Wendepunkt ein, die sich um das Abendessen kümmerte. Gegen 21 Uhr verstummten die obligaten «Dieselgespräche» wieder, dafür starteten die schweren Motoren wieder für die Heimfahrt, denn zumindest die Besitzer von Lastwagen mussten um 22 Uhr wieder zu Hause im Körbchen sein. Busse und Wohnmobile haben hier einen Vorteil. Leicht überrannt wurden die Organisatoren, denn eigentlich war das Teilnehmerfeld auf 25 Fahrzeuge beschränkt. Diese Plätze waren im Nu ausgebucht. Wer also 2026 dabei sein möchte, sollte sich dranhalten, wenn die Einschreibung losgeht, denn den Letzten beissen bekanntlich die Hunde. Der anhaltende Andrang konnte dank eines erneuten Augenscheins der Parkplatzsituation in Muhen allerdings aufgefangen werden. Neben Neuzugängen gab es auch Abwechslung durch Teilnehmer, die mehrere Fahrzeuge besitzen. ■ NACHRUF KARL MÜLLER (12.5.1948 – 6.9.2025) Ehrenpräsident Sektion Aargau und Ehrenmitglied Verband Unerwartet hat uns die Nachricht vom Tod unseres Ehrenpräsidenten Kari Müller erreicht. 1971 trat er 23-jährig dem noch jungen Verband Les Routiers Suisses bei und schrieb aktiv an der Geschichte sowohl der Sektion Aargau als auch des Verbands mit. An der 20. Generalversammlung im März 1982 trat er dem Vorstand der Sektion Aargau bei und wurde gleich zu Beginn in die Verkehrskommission im Kanton Aargau gewählt, um sich für die Belange der Berufschauffeure einzusetzen. Nach dem Rücktritt von Peter Hürzeler an der 28. Generalversammlung im März 1990 wurde er glanzvoll als 4. Präsident gewählt und stand der Sektion bis zu seinem Rücktritt an der 48. Generalversammlung im März 2010 während 20 Jahren als Präsident vor. Wie seine Vorgänger setzte er sich aktiv für die Weiterbildung und die Nachwuchsförderung ein. So amtete er als Prüfungsexperte und organisierte im Sektionsgebiet zahlreiche Weiterbildungskurse, noch bevor diese im Rahmen der CZV-Verordnung obligatorisch wurden. Dass er über ein gutes Verhandlungsgeschick und Netzwerk verfügte, zeigte sich auch im Austausch mit dem Vorstand der Sektion Aargau der ASTAG. Er war Mitinitiator der paritätischen Kommission im Kanton Aargau, welche 2006 ins Leben gerufen wurde. Auch war er treibende Kraft bei der Durchführung des 1. Boxenstopps mit der Kantonspolizei im Kanton Aargau. Mit viel Herzblut und Durchsetzungsvermögen setzte er sich für die Sektion an den zahlreichen Zentralvorstandssitzungen und Delegiertenversammlungen des Verbandes ein. Dieses grosse Engagement wurde 2010 durch die Ernennung zum Ehrenpräsidenten der Sektion sowie Verbandsehrenmitglied honoriert. Kari überzeugte nicht nur mit einem breiten Fachwissen, sondern auch mit seiner Geselligkeit. So hat er bereits zu Beginn mit grossem Geschick Werksbesichtigungen organisiert, welche bis heute legendär sind. Nicht zu vergessen der Spaghettiplausch in der Mehrzweckhalle in Kölliken und die zahlreichen Unterhaltungsabende. Nach seinem Rücktritt 2010 nahm Kari Müller weiterhin aktiv an den Anlässen der Sektion teil. Zuletzt organisierte Kari 10 Jahre lang, zusammen mit Ruedi Bircher, die von ihnen ins Leben gerufene Seniorenreise. In seiner Amtszeit durfte er immer auf die Unterstützung seiner Vorstandskollegen zählen. Mit Kari verlieren viele langjährige Weggefährten einen guten Freund. Seine Familie hielt ihm stets den Rücken frei, wenn er mit dem Lastwagen auf Achse war, und half immer mit, wo gerade Not am Mann war. Ihr gilt unser aufrichtiges Beileid, und wir wünschen ihr viel Trost und Kraft in dieser schweren Zeit. (bb)

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