Der Münchner Aufbauhersteller Meiller hat seinen bewährten Kippsattel umfassend überarbeitet und gleichzeitig die Typenbezeichnungen seiner Grandload-Baureihe vereinfacht. Der bisher als MHPS 44/3N bekannte Klassiker wird künftig unter der neuen Modellbezeichnung Grandload P3-76 geführt. Die technische Weiterentwicklung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Grandload bei der Leserwahl des Baugewerbe-Magazins zum «Produkt des Jahres 2026» gekürt wurde.
Im Mittelpunkt der Überarbeitung steht das vollständig erneuerte Chassis. Meiller hat insbesondere den Rahmenkopf neu konstruiert, den markanten Schwanenhals optimiert und die Fertigung auf robotergestützte Schweissprozesse umgestellt. Dadurch sollen eine höhere Fertigungsgenauigkeit, eine verbesserte Dauerhaltbarkeit sowie ein wirksamer Schutz gegen Rissbildung und Korrosion erreicht werden.
Auch die Bedienfreundlichkeit wurde verbessert. Ein grösseres Kronenblech erleichtert den Zugang zu Elektrik-, Luft- und Hydraulikanschlüssen. Zudem sorgt eine neue Brückeneinführung für eine stabilere Verbindung zwischen Kippbrücke und Rahmen sowie für einen gleichmässigeren Bewegungsablauf beim Absenken der Mulde. Trotz der verstärkten Konstruktion bleibt das Fahrzeug leicht: In der Basisausführung wiegt der Ganzstahlkipper lediglich rund 5,6 Tonnen.
Text: Daniel von Känel
Foto: Meiller
