Fuso wird neu von Emil Frey vertrieben

Fahrzeuge und Technik Ausgabe-02-2026

Symbolische Nähe: ein Fuso eCanter vor dem Emil-Frey-Hauptsitz in Safenwil.

Mit der Fusion von Fuso und Hino werden die Vertriebskanäle neu geordnet. In Europa wird die Emil Frey Group neuer Fuso-Vertriebspartner.

Daimler Truck und die Toyota Motor Corporation werden ihre japanischen Lkw-Marken Mitsubishi Fuso Truck & Bus sowie Hino Motors auf Anfang April in die neue Firma Archion zusammenführen (Routiers 10/2025). Dabei bleiben beide Marken unter eigenem Namen im Markt präsent. Im Rahmen dieser Zusammenführung sucht Daimler Truck in Europa die Neuausrichtung von Vertrieb und Service für Fuso. Dabei ist Daimler Truck in der Schweiz fündig geworden.

Neuer Generalvertriebspartner für 21 Schlüsselmärkte in Europa wird die in Safenwil ansässige Emil Frey Group. Die Vereinbarung umfasst den ganzen Balkan und grosse Teile von Südost-, Zentral- und Westeuropa, inklusive der Schweiz und Liechtenstein. Diverse Regionen fallen hingegen nicht unter die Verantwortung von Emil Frey, wie Italien, die Iberische Halbinsel, ganz Skandinavien, die Britischen Inseln und die Benelux-staaten. In der Schweiz erfolgt der Übergang zur Emil Frey Group Anfang September.

Positionen stärken

«Die Partnerschaft mit Emil Frey vereint zwei starke Akteure auf dem europäischen Lkw-Markt», ist Andreas Deuschle, Leiter Fuso International Sales & Customer Services, überzeugt. Damit bekräftige die Mitsubishi Fuso Truck & Bus Corporation ihr Engagement für den europäischen Markt und ihre Kunden. Der Ausbau der langjährigen Zusammenarbeit der Emil Frey Group mit Fuso ist auch für Gerhard Schürmann, CEO der Emil Frey Group, ein wichtiges Zeichen. «Die starke Kundenorientierung und die fundierten Marktkenntnisse von Emil Frey in Verbindung mit den innovativen und nachhaltigen Produkten motivieren uns, unseren Kunden und Händlerpartnern in jedem Land den bestmöglichen Service zu bieten.»

Obwohl Fuso in vielen Weltregionen ein sehr breites Lkw-Angebot anbietet, beschränkt man sich in Europa auf Canter und eCanter, welche auch künftig im portugiesischen Werk Tramagal zusammengebaut (CKD) werden. Fuso war mit dem eCanter ein Vorreiter in Sachen leichter Elektro-Lkw. Ende 2017 kam die erste Generation eCanter in einer einzigen Version und in eingeschränkten Stückzahlen auf den Markt. Ab 2023 folgte die aktuelle zweite Generation als Grossserie und in einer Vielzahl von Varianten. Nun will Fuso gemeinsam mit Emil Frey die Transformation zu nachhaltigen Transportlösungen weiter beschleunigen und die eigene Position als einer der Marktführer bei den leichten Lkw in Europa stärken.

Text: Martin Schatzmann
Fotos: Fuso / Emil Frey