Die meisten Kinder lernen es im Kindergarten oder schon vorher: Fahrzeug steht, Kind geht. Diesen Merkspruch gibt es schon länger, unter Erwachsenen scheint er aber nicht oder nicht mehr weitverbreitet zu sein. Jene Auto- und auch Radfahrer, die auf einen Fussgängerstreifen mit einem wartenden Kind zurollen und Lichthupe oder wilde Handzeichen geben und signalisieren, das Kind möge doch losmarschieren, nur damit man nicht ganz anhalten muss, sind in grosser Zahl unterwegs. Deshalb beteiligt sich Les Routiers Suisses mit dem TCS und der ASTAG an einer gemeinsamen Initiative, die an die Erwachsenen gerichtet ist. «Ich halte für jedes Kind ganz an» ist ein Bekenntnis all jener, welche die Regeln am Fussgängerstreifen kennen und sie einhalten. Dazu gehören die Berufschauffeure. Sie sollen all jenen als Vorbild dienen, die es nicht für nötig halten, auf Kinder zu achten – oder bis jetzt schlicht nicht begriffen haben, wie wichtig diese Rücksicht ist. Angesprochen fühlen dürfen sich ruhig auch all jene Erwachsenen, die zu Fuss unterwegs sind und einen Fussgängerstreifen auch dann ohne zu zögern überqueren, wenn sich Fahrzeuge nähern. Es ist nicht nur fahrlässig, sie geben dann auch ein schlechtes Vorbild für die Kinder ab. Deshalb sind jetzt einmal die Erwachsenen dran: als Vorbilder für mehr Sicherheit im Strassenverkehr.
Daniel von Känel, Chefredaktor
