Das neue Zentrum von Galliker in Aclens umfasst eine Fläche von rund 18 000 Quadratmetern und bietet Platz für bis zu 17 400 Paletten. Dank einer konstanten Temperatur von 18 °C eignet sich die Anlage optimal für die Lagerung sensibler Güter wie Pharmazeutika und Lebensmittel. Zusätzlich ist das Untergeschoss speziell für die sichere Aufbewahrung von Gefahrengütern der ADR-Klassen 3 und 8 konzipiert. Neben der Lagerung übernimmt Galliker auf Wunsch auch die komplette Logistikabwicklung – von der Verwaltung bis hin zur Kommissionierung und Konfektionierung. Doch das Gebäude ist weit mehr als ein klassisches Lager, wie das Schweizer Familienunternehmen mitteilt. Es vereint demnach modernste Infrastruktur mit multifunktionalen Nutzungsmöglichkeiten. Helle Büroräume, Schulungs- und Sozialbereiche schaffen ein attraktives Arbeitsumfeld für die Mitarbeitenden. Ein integrierter Showroom bietet zudem Raum für Kundenveranstaltungen wie Händlertagungen oder Fahrzeugübergaben im Bereich Car Logistics.
Innovativer Bau
Die Konstruktion ruht auf rund 100 Betonpfählen, die bis zu 17 Meter tief im Fels verankert sind. Beim Bau wurde zudem auf ressourcenschonenden Materialeinsatz geachtet: Schlanke, vorfabrizierte Stützen mit nur 80 Zentimetern Durchmesser tragen enorme Lasten von bis zu 3500 Tonnen.
Ein zentrales Element des Neubaus ist die konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit. Unter dem Leitgedanken «Green Logistics by Galliker» wird das Gebäude vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben. 30 Erdsonden in 300 Metern Tiefe sorgen für umweltfreundliches Heizen und Kühlen. Ergänzt wird das Energiekonzept durch eine leistungsstarke Photovoltaikanlage auf dem Dach (790 kWp) sowie eine innovative PV-Fassade (160 kWp), die insbesondere im Winter wertvolle Energie liefert. Gemeinsam mit dem bestehenden Logistikcenter 1 entsteht am Standort Aclens ein umfassendes «Net Zero»-System, zu dem ein eigenes Mittelspannungsnetz, ein grosser Batteriespeicher und eine Ladeinfrastruktur mit 40 Ladepunkten für E-Lkw gehören.
Text: Daniel von Känel
Foto: Galliker
