Vergleicht man die Chauffeurlöhne in der Schweiz mit Handwerksberufen, schneidet der Chauffeur nicht besonders gut ab. Nicht zuletzt auch deswegen, weil Chauffeusen und Chauffeure in der Regel mehr Arbeitsstunden leisten als viele andere Berufsleute. Wir stellen die Zahlen in dieser Ausgabe vor. Dennoch kann man feststellen, dass sich die Löhne in den letzten Jahren positiv entwickelt haben. Das darf sich ruhig noch mehr in diese Richtung entwickeln. Was hierzulande positiv ist, sind die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Chauffeure: Von der Berufslehre über die gründlichen Quereinsteigerprogramme bis zum breiten Angebot von CZV-Kursen, das auch dank Les Routiers Suisses an vielen Standorten besucht werden kann, ist die Verbesserung der persönlichen Fähigkeiten und damit auch der eigenen Sicherheit gewährleistet. So strukturiert und seriös läuft es nämlich nicht überall ab. Gut zu wissen, dass es Leute gibt, die in solchen Gegenden Gegensteuer geben. In Norditalien ist ein moderner Lkw unterwegs, der speziell für Ladungssicherungskurse ausgerüstet wurde, um das Manko an Aus- und Weiterbildung zu reduzieren und die Sicherheit zu erhöhen. Wir stellen diesen «Safer Truck» vor. Die richtige Ladungssicherung alleine ist vielleicht die halbe, aber niemals die ganze Miete. Eine der häufigsten Unfallursachen in der Schweiz ist Ablenkung am Steuer. Dies betrifft zwar mehrheitlich Autofahrer, aber auch gewisse Lkw-Chauffeure schauen ab und an aufs Smartphone während der Fahrt. Elvedin Mesic, Jurist und Leiter unserer Rechtsberatung, erläutert, was als Ablenkung gilt und welche Konsequenzen sie haben kann. Deshalb: Hände ans Lenkrad und Augen auf die Strasse. Dann kommt es meistens gut.
Daniel von Känel, Chefredaktor
