Das Bundesamt für Strassen ASTRA treibt seine Pläne voran, entlang der Nationalstrassen in der Schweiz Solarstrom zu produzieren, obwol die Bemühungen noch nicht gefruchtet haben. Ziel ist es, bislang ungenutzte Flächen wie Lärmschutzwände, Böschungen oder Rastplätze energetisch zu erschliessen und so einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Konkret sollen Photovoltaikanlagen direkt an der Autobahninfrastruktur installiert werden. Neben der Stromproduktion verspricht sich das ASTRA auch eine bessere Nutzung bestehender Flächen, ohne zusätzlichen Boden zu versiegeln. Das Potenzial gilt als beträchtlich: Studien gehen davon aus, dass entlang des Nationalstrassennetzes mehrere Hundert Gigawattstunden Strom pro Jahr erzeugt werden könnten. Trotz dieser ambitionierten Ziele ist bislang noch keine der geplanten Anlagen am Netz. Gründe dafür sind unter anderem laufende Bewilligungsverfahren, technische Abklärungen sowie die Koordination mit privaten Partnern, die Bau und Betrieb übernehmen sollen. Das ASTRA setzt dabei auf Kooperationen mit Energieunternehmen, die geeignete Standorte entwickeln und betreiben.
Text: Daniel von Känel