Von Rohstoff und Recycling – IFAT in München vom 4. bis zum 7. Mai 2026

Messen und Ausstellungen Ausgabe-04-2026

Auf der IFAT sollen Wege aufgezeigt werden, welche die Rohstoffsicherheit in Europa – wie beim Batterierecycling – steigern können.

Zirkularität und die Reduktion der Rohstoffabhängigkeit sind zentrale Anliegen der diesjährigen Plattform für Umwelttechnologien. Sie erhalten, mit Blick aufs aktuelle Weltgeschehen, ungewohnten Schub.

Steigende Rohstoffpreise, fragile Lieferketten und geopolitische Spannungen lassen die Bedeutung der Zirkularität zunehmen. Das Veranstaltungsprogramm rund um die diesjährige IFAT ist darauf ausgelegt zu zeigen, wie Recycling, Digitalisierung und neue Kooperationen dazu beitragen können, Ressourcen effizienter zu nutzen und wirtschaftliche Resilienz zu stärken. So sieht sich die IFAT, die alle zwei Jahre Lösungen für Wasser, Recycling und Zirkularität vorstellt, aktuell in ihrer Messeausrichtung gestärkt. Die IFAT auf dem Messeareal München beginnt jedoch bereits nächste Woche, 4. bis 7. Mai.

«Mehrere Wochen vor Messestart sahen wir, dass unsere Aussteller wertvolle Impulse und Innovationen für mehr Rohstoffsicherheit nach München bringen», sagt Ausstellungsdirektor Philipp Eisenmann. Als Beispiele führt er neue Verfahren zum Recycling von Lithium-Ionen-Batterien an, aber auch innovative Ansätze im Autorecycling sowie digitale Technologien zur präziseren Sortierung von Wertstoffen.

Beispiel Automobilindustrie

Zu den Branchen mit besonders hohem Ressourcenbedarf gehört die Automobilindustrie. Auch auf politischer Ebene laufen Bestrebungen, damit deutlich mehr Material in der Branche zurückgewonnen und hochwertig recycelt wird, um Rohstoffe möglichst innerhalb Europas im Kreislauf zu halten.

Diesen Ansatz verfolgt auch das Projekt von Mercedes-Benz Trucks und Faun Umwelttechnik mit einem speziellen Konzeptfahrzeug. Zusammen mit 31 Partnern aus Industrie und Recyclingwirtschaft hat das Projekt zum Ziel aufzuzeigen, wie verwendete Materialien und industrielle Prozesse so gestaltet werden können, dass Ressourcen geschont und Stoffkreisläufe möglichst geschlossen sind. Beim Konzeptfahrzeug handelt es sich um einen eEconic, wie er typisch ist im Abfallsammeleinsatz. An ihm wollen die Partner erarbeiten, wie Beschaffungs- und Produktionsprozesse mit flächendeckendem Recycling enger verzahnt werden können.

Künstliche Intelligenz, Robotik und digitale Technologien zählen heute zu den wichtigsten Innovationstreibern, die zu besseren Sortierergebnissen, zu effizienteren Betriebsabläufen, zu höherer Arbeitssicherheit und zu geringeren Emissionen führen sollen. Entsprechend wird ein bemerkenswert grosser Teil der Rahmenveranstaltungen auf der IFAT diesen Themen gewidmet sein.

Text: Martin Schatzmann
Fotos: IFAT / Daimler Truck

 

Informationen: www.ifat.de
Eintritte: Tageskarte online € 59.00 / Tageskarte vor Ort € 90.00 / Optionaler Umweltzuschlag € 5.00