9 Nr. 4 | 2026 VERKEHR UND INFRASTRUKTUR ÄNDERUNGEN BEI LIEFERWAGEN Binnenverkehr ist nicht betroffen Lieferwagen rücken immer mehr in den Fokus bei Verkehrskontrollen, weil immer mehr Güter mit solchen leichten Nutzfahrzeugen transportiert werden. Auch im Strassenverkehrsrecht gibt es für diese Fahrzeugklasse, und zwar ab 2,5 t, eine Änderung. Sie betrifft aber nur den grenzüberschreitenden Güterverkehr und tritt am 1. Juli 2026 in Kraft. Für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 2,5 Tonnen, die grenzüberschreitend eingesetzt werden und bei denen das Fahren mehr als die Hälfte der Arbeitszeit ausmacht, gelten dann nämlich neu angepasste Vorschriften zu Arbeits- und Ruhezeiten gemäss der Arbeits- und Ruhezeitverordnung ARV 1. So müssen diese Fahrzeuge mit einem intelligenten Fahrtenschreiber der 2. Generation (Smart Tachograph 2) ausgestattet sein. Diese Anpassung dient der Angleichung an internationale Vorgaben und soll sowohl die Verkehrssicherheit erhöhen als auch die Arbeitsbedingungen der betroffenen Chauffeurinnen und Chauffeure verbessern. Für den ausschliesslich nationalen Güterverkehr ergeben sich keine Änderungen. Text: Daniel von Känel / Foto: Unisouth Auch der Zoll nimmt den Schwerverkehr im Rahmen der Zollkontrollen unter die Lupe. zu stationären Kontrollen. Diese ermöglichen laut ASTRA umfassendere und technisch vertiefte Prüfungen. Die mobilen Polizeikontrollen (–7 %) sowie die Kontrollen des BAZG (–12 %) gingen im letzten Jahr zurück. Lieferwagen häufiger kontrolliert «Lieferwagen transportieren auf den Nationalstrassen zunehmend mehr Güter», schreibt das ASTRA. Deshalb wurden sie 2025 häufiger kontrolliert. In den SVKZ überprüften die Behörden 5331 Lieferwagen, 71 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei wurden 1150 Lieferwagen beanstandet (+62 %), in 324 Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt (+115 %). Mehr Mängel durch Manipulation Die Zahl der Beanstandungen aufgrund technischer Mängel stieg bei allen Fahrzeugen um 18 % auf 8282 Fälle. Besonders deutlich nahmen die Fälle von Abgastrübung zu: Diese erhöhten sich von 177 auf 365 (+106 %). Ein wesentlicher Teil dieser Zunahme betrifft Lieferwagen. Es wurden 149 Fälle festgestellt (2024: 19). Erhöhte Abgastrübung kann auf unzulässige Manipulationen an Abgasnachbehandlungssystemen oder an der Motorsteuerung hinweisen. ■
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