19 Nr. 4 | 2026 FAHRZEUGE UND TECHNIK DIE LÖSUNGEN FÜR HELD:INNEN DES ALLTAGS Die Schweizer Fachmesse für den öffentlichen Sektor auf dem BERNEXPO-Areal. Lösungen live entdecken ITOY 1995 MAN F2000 Mit einem zusätzlichen Jurymitglied aus Irland wuchs das IToYGremium in diesem Jahr auf 14 Mitglieder. Dieses vergab den Preis zum vierten Mal an MAN. Als neue Modelllinie, die für die unterschiedlichsten Einsätze konzipiert war, obsiegte der F2000 knapp gegen den DAF 95.500 Super Space Cab. Letzterer war speziell auf die zu erwartenden Super-Langstreckeneinsätze ausgelegt, welche sich durch die Öffnung von Osteuropa abzuzeichnen begannen. Für den F2000 zeichnete Entwicklungschef Klaus Schubert verantwortlich, der bereits acht Jahre zuvor für den IToY-Gewinner MAN F90 verantwortlich war. Die äusserliche Erscheinung des F2000 war nicht radikal anders, liesse sich aber an einem zusätzlichen dritten Tritt und an den schmalen Halogenscheinwerfern erkennen. Neue, stärkere Chassisträger, neue Federungsabstimmung und eine optionale Luftfederung waren Bestandteile des F2000-Fahrwerks. Mit Blick auf die unterschiedlichen Kaufgewohnheiten in Europa standen Euro-1- und Euro-2-Motoren im Angebot, wobei nur in den Euro-2-Versionen auch die neusten Technologien zum Einsatz gebracht wurden und die Leistungsspanne von 290 bis 460 PS reichte, während die Euro-1- Versionen 270 bis 420 PS abdeckten. Richard Stanier ITOY 1996 Scania Serie 4 Der Gewinner des IToY 1996 war als die grösste Veränderung von Scania angekündigt worden und kam unmittelbar nach der Trennung von Scania und Saab auf den Markt. Die Schweden hatten besonderes Augenmerk auf die Chassisentwicklung über die ganze Modellreihe gelegt. Damit wurde der teilweise geäusserten Kritik beim Serie 3 Rechnung getragen, um so der wachsenden Spezialisierung im Markt gerechter zu werden. Neben neuster Technik, wie OpticruiseGetriebe mit integriertem Retarder, brachte Scania ein komplett neues Kabinen-Design, welches zu Beginn auf wechselhafte Bewertung stiess. Damalige Quellen sprachen vor allem bei der Werksbelegschaft in Södertälje von einer durchzogenen Designbewertung. Die unterschiedlichen Kabinen-Design, wie R- und P-Kabine, wurden durch ein neues Flaggschiff CR19 Topline ergänzt, welches mit durchgehendem Kabinenboden, beinahe 2 m Stehhöhe und generell viel Platz neuen Reisekomfort bieten konnte. Richard Stanier MAN F2000 optisch dezent modernisiert. Scania mit der Serie 4 in neuer Kabinenoptik.
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