Ausgabe Nr. 5/2026

32 diese Anordnung daher auch «Mittelland-, Voralpen- oder Alpen-Design». Rückwärts zum Ziel Die einzelnen Transformatoren sind jeweils 121 Tonnen beziehungsweise 62 Tonnen schwer, wenn sie transportiert werden. Betriebsbereit wiegen sie dann fast das Doppelte. Allerdings erfordern die Zubehör- und Trafoöltransporte keine zusätzlichen Sondertransporte. Friderici Spécial entschied sich, die kleinen Transformatoren im Tiefbett zu transportieren. Diese fuhren dieselbe Route wie die schwereren Transformatoren, waren aber am Tag unterwegs. Die grossen Transformatoren wurden in die Hochträgerbrücke gehängt, die zwischen einem achtachsigen Fahrwerk vorne und einem 13-achsigen Fahrwerk hinten aufgebaut worden war. Dazu kamen noch je eine Zug- und eine Schubmaschine. Dadurch erreichte der Transport eine Gesamtzugslänge von 64,34m und ein Gesamtgewicht von 327,8 Tonnen. Die Transformatoren wurden im Auhafen bei Basel geladen, bis hierhin waren sie auf dem Schiff gekommen. Der Transport führte vom Auhafen via Staffelegg bis nach Hendschiken, wo jeweils die grosse Lenkpause verbracht wurde. Von dort ging es dann in der zweiten Nacht via Villmergen – Muri – Gisikon nach Eschenbach. Die besondere Herausforderung war neben der S-Kurve in Muri vor allem das Rückwärtsfahren zum Schaltfeld, welches sich über ca. 500 Meter und einige Kurven erstreckte. Besonders die Einfahrt in das Schaltfeld hatte es in sich. Dabei musste der Transport jeweils so abgestellt werden, dass die Monteure des Transformators die Schienenlaufräder montieren und Zug- und Schubmaschine trotzdem abgehängt werden konnten. Die Fahrer verbrachten ihre Pause ausserhalb des Schaltfelds, da dieses in Betrieb ist und Fremdpersonen sich nicht ohne Fachpersonal von Swissgrid im Gefahrenbereich aufhalten dürfen. ■ Die Schilderbrücke könnte noch im Weg sein … … der Spezialtransport kommt aber auch hier durch. Kurz vor dem Ziel: Abbiegen zum Einfahrtstor. Der Trafo steht auf den Abstellblöcken.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjYwNzMx