Ausgabe Nr. 5/2026

3 Nr. 5 | 2026 VERBAND Drei neue Ehrenmitglieder: Christian Kündig (l.), Rudolf Pulfer (m.) mit einem Foto von David Piras. Generalsekretärin Ruth Piras (r.) mit dem Diplom ihres Ehemannes David Piras, der posthum Ehrenmitglied geworden ist. Die GPK-Mitglieder (v. l.): Mauro Monteleone (neu), Marc Hadorn (Präsident), Josef Enz, Vinzenz Gangl und Mireille Spichiger. Bezüglich der CZV-Prüfungen bemerkte Ruth Piras, dass die Nachfrage in der Kategorie D niedrig sei und es deshalb schweizweit nur drei Standorte dafür gebe. Bei der Kategorie C sind es sieben Standorte. Laut Ruth Piras ist die Durchführung der CZV-Prüfungen ein zuverlässiger Auftrag und ein Qualitätsnachweis, wobei Les Routiers Suisses sowie die ASTAG immer präsent sind. Zwar ist es im Rahmen der CZV-Prüfungen nicht erlaubt, direkt Werbung zu machen. Aber: «Die Chauffeure sehen uns, sie nehmen uns wahr.» Der Rechtsschutz steht sehr gut da, er hat sich in den letzten Jahren stark verbessert. Eine wichtige Dienstleistung des Verbands ist nach wie vor TachiFox. Damit können Chauffeure die Daten der Fahrerkarte selbst auslesen. Das Magazin Routiers als Infoplattform ist ebenfalls ausgebaut worden – mit wieder mehr Printausgaben sowie einem neuen Internetauftritt, der eng mit jenem des Verbands verknüpft ist. Kleiner Verlust, keine Schulden Die Rechnung 2025 des Verbands weist einen kleinen Verlust von 48 000 Franken aus. Man habe nicht nur fast 100 000 Franken weniger Mitgliederbeiträge eingenommen, auch seien wichtige Investitionen getätigt worden, erklärte Marina Gjorgjievski, Finanzverantwortliche bei Les Routiers Suisses. Eine neue App, die Einführung von Fairgate und vieles mehr habe zu Verbesserungen geführt. Und: Man habe gemäss Finanzplan Hypotheken zurückgezahlt. Will heissen: Der Verband ist schuldenfrei. Damit das so bleibt und keine Reserven angezapft werden müssen, beantragte der Verwaltungsrat eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge der Kategorie M um 15 Franken auf 155 Franken und der Kategorie S um 10 auf 65 Franken. «Auch dieser Jahresbeitrag, der einen Rechtsschutz beinhaltet, ist noch günstig», sagte Marina Gjorgjievski. «Ein Anwalt kostet in einer Stunde schon mehr.» Markus Odermatt sagte dazu: «Wir haben Auslagen, nichts ist billiger geworden. Wir wollen keine Reserven aufbrauchen und vor allem keine Leistungen kürzen, das wäre falsch.» Zwar gab es einige kritische Stimmen, die unter anderem monierten, dass die letzte Erhöhung erst vier Jahre her sei und höhere Beiträge dazu führten, dass es noch schwieriger werde, Neumitglieder zu finden. Die Delegiertenversammlung stimmte der Erhöhung aber mit 56 Ja- zu 40 Nein-Stimmen zu. Zuvor wurde von der Geschäftsprüfungskommission (GPK) der Rechnungsführung inklusive jener der CZV-Prüfungsorganisation ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt, die Delegiertenversammlung erteilte allen Organen die Decharge. Keine neue Filiale Zu wenig Anklang bei den Delegierten fand indes die Idee einer neuen Routiers-Filiale in der Ostschweiz. Mit 52 Nein- zu 48 Ja-Stimmen bei neun Enthaltungen wurde der Auftrag, dieses Projekt zu verfolgen, abgelehnt. Es sah vor, bei Münchwilen (TG) einen weiteren Standort zu realisieren. Die Wahlen Im Verwaltungsrat ist Ruedi Pulfer zurückgetreten. Seine Nachfolge tritt Christian Gilgen von der Sektion Biel-Seeland an, der mit dem Stimmenmaximum gewählt worden ist. Aus der GPK ist Denis Vuilleumier zurückgetreten. Er wird durch den Walliser Mauro Monteleone ersetzt, der sich in der Wahl gegen Pascal Bovet durchsetzen konnte. Markus Odermatt wurde schliesslich für weitere zwei Jahre als Präsident des Verwaltungsrats gewählt. Ruedi Pulfer, der nach 40 Jahren Verbandstätigkeit für Les Routiers Suisses abtritt, wurde ebenso wie Christian Kündig zum Ehrenmitglied ernannt. Kündig war ebenfalls während Jahrzehnten für die Sektion und den Verband tätig, unter anderem als CZVKursleiter. Beide wurden würdig geehrt und mit einem Geschenk verabschiedet. Als letzte Amtshandlung hatte Ruedi Pulfer die Buchhaltung angewiesen, den Apéro auf seine Kosten zu organisieren. Dieser und das gemeinsame Mittagessen bildeten den Schluss einer bewegenden Delegiertenversammlung. ■

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