Volvo Trucks verfügt mit Volvo Autonomous Solutions (V.A.S.) über eine Spezialabteilung, welche die Automatisierung von Transporteinsätzen zum Ziel hat. Erste fahrerlose Lastwagen hat V.A.S. bereits seit 2018 im Einsatz, unter anderem in der Garpenberg-Mine im nordschwedischen Boliden und in Norwegen bei Brønnøy Kalk. Bei Brønnøy Kalk haben die sechs FH Autonomous bereits über eine Million Tonnen Gestein zwischen Steinbruch und Schiffsverladestation transportiert. Dabei beschränkt sich V.A.S. nicht auf den autonomen Lkw und die Fahrzeugsteuerung durch einen virtuellen Fahrer, sondern liefert auch die erforderliche Infrastruktur, die Betriebs- und Uptime-Unterstützung sowie eine Cloud-Lösung zur Steuerung des Transportsystems und Verwaltung der Logistikflüsse.
Bislang waren die Lastwagen für ihren autonomen Einsatz in der Entwicklungswerkstatt von V.A.S. mit dem Hochleistungsrechner und dem Sensorpaket (LiDAR, Radar, IMU-Beschleunigungs- und -Drehratensensoren, Kameras) ausgestattet worden. Nun wurde der erste neue Volvo FH im Volvo-Werk in der mittelschwedischen Stadt Säffle zum Volvo FH Autonomous aufgebaut und damit die Ausrüstung dieser Speziallastwagen aus der V.A.S.-Entwicklung in eine herkömmliche Volvo-Fertigung verlegt. «Der Übergang vom Prototyp zur Serienmontage im Werk ist ein entscheidender erster Schritt, um den grossflächigen Einsatz autonomer Lkw zu ermöglichen», sagt Cecila Ekström, Leiterin Autonomy Enabled Vehicles and Machines bei V.A.S.
Mit dem Aufbau des ersten FH Autonomous hat das Werk in Säffle gezeigt, dass es die komplexen Anforderungen der Produktion autonomer Fahrzeuge erfüllt und dabei Flexibilität und Qualitätsanspruch zu vereinen weiss. Dieser erste FH Autonomous markiert für Volvo Trucks den Beginn einer schrittweisen Produktionssteigerung. Mit ihr will Volvo der wachsenden Nachfrage nach sicheren und zuverlässigen autonomen Transportlösungen in den nordischen Ländern gerecht werden.
Text: Martin Schatzmann
Fotos: Volvo Trucks


