12 FAHRZEUGE UND TECHNIK Die Ladetechnologie ist neben CCS bereits für MCS-Laden vorbereitet. Neben der auffälligen Beklebung weisen vor allem die blauen Akzentlinien auf den elektrischen Antrieb hin. Der MAN Lion's Coach E soll bis 650 km weit kommen. Elektro-Busse sind im Stadtbusbereich schon längst Alltag, Reisebusse hingegen sind diesbezüglich noch komplett Brachland. Vergangenen Sommer hatte Mercedes-Benz einen ersten Schritt in Richtung Elektro-Reisen getan, als Eurobus mit einem Prototypen des eIntouro-Überlandbusses die Paraderoute aus der Schweiz an den Europapark unter die Räder nahm. Das Serienmodell hat Mercedes dann auf der Busworld Anfang Oktober der Öffentlichkeit präsentiert. Ebenfalls auf der Busworld hat MAN das Tuch von seinem ersten Elektro-Reisebus gezogen, dem Lion’s Coach 14 E. Bei ihm führt MAN eine Reihe bestehender Elemente zusammen und bünMit dem Lion’s Coach 14 E enthüllte MAN auf der Busworld in Brüssel letzten Herbst eine der grossen Neuheiten. Basierend auf dem herkömmlichen Lion’s Coach lanciert MAN nun das Reisen per Elektro-Car der europäischen Hersteller. Produktionsstart ist im Herbst. TEXT: MARTIN SCHATZMANN FOTOS: MAN TRUCK & BUS delt sie zum ersten rein batterieelektrischen Reisebus eines europäischen OEM, der ab Herbst in der Türkei im Werk in Ankara in Produktion gehen wird. Die Basis stellt der bewährte, bislang mit Dieselmotor bestückte Lion’s Coach, der für den neuen Antrieb auch aerodynamisch optimiert wurde. Die Antriebstechnik übernimmt MAN nicht etwa aus seinen Stadtbussen, sondern aus den ebenfalls für längere Einsätze zugeschnittenen E-Trucks. Die NMCBatterien aus dem eigenen Batteriewerk in Nürnberg werden heute in Grossserie gefertigt.Aus Gewichtsgründen startet MAN beim Lion’s Coach E als Dreiachser, denn mit 27 t bleiben trotz des Batterienmehrgewichts genügend Reserven für das nötige Reisegepäck und ein bis zwei Zusatzbatterien. Feinschliff Eine geänderte Lichtsignatur und diverse in Blau gehaltene Akzente an der Front und entlang der Seite gehören zu den augenfälligen Änderungen, welche das Design des neuen Elektrobusses prägen. Neu gestaltet ist auch die Aluminium-Schwinge der B-Säule, die oben in elegantem Schwung nach vorne und nach unten knickt. Diese Art der Schwinge setzt MAN bereits seit 2019 auch als Kennzeichnung seiner Elektro-Stadtbusse ein. Insgesamt erzielt MAN mit dem Feinschliff einen Luftwiderstandsbeiwert, der in der Grössenordnung eines SUV liegen soll. Dazu wurden vor allem am Heck Veränderungen vorgenommen. Der Dachspoiler wurde verlängert und optimiert, um so eine klar definierte Luftabrisskante zu erhalten. Mit dem gleichen Ziel wurden die seitlichen Flanken ebenfalls nach hinten verlängert. Und als optische Spezialität ragt die Heckscheibe weiter nach hinten als die Heckklappe. Der Fahrgastraum, der in der vorgestellten Version bis zu 63 Passagiere aufnehmen kann, ist gewohnt gediegen gestaltet und bietet die üblichen Annehmlichkeiten wie Leseleuchten und Ladestecker für Smartphones und Tablets. Vor allem im Cockpit zeichnet MAN mit feinen blauen Linien die auch an der Aussenhaut angebrachten Akzentlinien fort. Beim Cockpit handelt es sich um das bewährte Digital-Cockpit, welches inzwischen bei allen Reisebussen des Konzerns verwendet wird. Dazu gehört auch das besonders bedienungsfreundliche SmartSelect-Konzept Der E-Coach ist bereit
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