Ausgabe Nr. 2/2026

7 Nr. 2 | 2026 SERIE «JUNGE CHAUFFEURE» Der Arbeitgeber Die Thommen-Furler AG in Rüti bei Büren (BE) ist auf die Distribution von Chemikalien-, Spezialitäten- und Schmierstoffen, Umwelttechnik sowie Entsorgung und Recycling von Industrie- und Sonderabfällen spezialisiert. Rund 14000 Kunden in der ganzen Schweiz profitieren davon. DVK Der Chauffeur Lukas Kälin (23) ist in Einsiedeln (SZ) aufgewachsen und wohnt in Leuzigen (BE). Er lernte Strassentransportfachmann bei Krummen Kerzers und arbeitet heute bei Thommen-Furler. In der Freizeit restauriert und fährt er unter anderem Mofas und ist begeisterter Schütze. DVK Hier ist der Tank in einem Werkstattgebäude. Bei diesem Tank überwacht Lukas Kälin die Befüllung genau. Nachschub für eine Tankstelle mit Shop. Der Tank für AdBlue befindet sich neben einer Zapfsäule. AdBlue AdBlue ist eine farblose, ungiftige, 32,5-prozentige synthetische Harnstofflösung in demineralisiertem Wasser, die bei Dieselfahrzeugen zur Reduzierung von Stickoxiden eingesetzt wird. Sie wird in den Abgasstrang eingespritzt, wandelt dann im Katalysator schädliche Stickoxide in Stickstoff und Wasserdampf um und senkt damit den Ausstoss um bis zu 90%. Die Umweltbilanz der Dieselmotoren konnte mit der Einführung von AdBlue wesentlich verbessert werden. DVK Bodentank mit manuellem Füllstandsmesser. keinen langen Arbeitsweg», erzählt er. Und: Er ist danach nicht mehr in die Zentralschweiz zurückgekehrt, wohnt heute in Leuzigen im Berner Seeland. «Das Berndeutsch ist ziemlich schnell gekommen», erinnert er sich. Nur im Kreise von Leuten aus dem Kanton Schwyz spreche er jeweils automatisch wieder den alten Dialekt. Nur der Auflieger wechselt Inzwischen hat er abermals etliche Liter AdBlue in Tanks gefüllt, bei Tankstellen und Transportunternehmen in Conthey, Sembrancher oder Sierre. So ist das Unterwallis bald bedient, und es geht Richtung Brig. Zugmaschine, sagt Lukas Kälin, habe er immer dieselbe. «Ich wechsle nur jeweils den Auflieger», erklärt er. Dann nämlich, wenn er nicht AdBlue, sondern andere Stoffe transportiert. Dazu gehören diverse Chemikalien, verschiedene Säuren beispielsweise oder Ammoniakwasser. Nicht nur die Stoffe sind vielfältig, auch deren Abnehmer. So fährt er stets unterschiedliche Touren in der ganzen Schweiz. Für den Transport von Gefahrgut braucht es natürlich eine gründliche SDR/ ADR-Ausbildung, für Lukas Kälins Aufgaben auch die Zusatzausbildung für Tankfahrzeuge. Zudem müssen die richtigen Warntafeln, Feuerlöscher, Schutzausrüstung und einiges mehr mitfahren. «Die Verantwortung ist schon nochmals etwas höher, als wenn man normale Güter transportiert», sagt Lukas Kälin. Er wünsche sich, dass dies auch andere Verkehrsteilnehmer wahrnehmen würden. Dabei geht es nicht nur darum, dass Leute keine Geduld haben, wenn er an einer Tankstelle eine Säule blockieren muss. «Man sieht manchmal haarsträubende Manöver von Autofahrern, zum Beispiel kurz vor dem Lastwagen schnell reindrängeln», sagt er. «Die machen sich keine Gedanken, was geschehen könnte. Nicht einmal die Warntafeln lösen bei denen etwas aus.» Dennoch wolle er keinen anderen Beruf. «Für mich stimmt es so, ich bin gerne Chauffeur», sagt er. Auch wegen der gewissen Selbstständigkeit, die man als Chauffeur habe. Nachdem er auch noch AdBlue für die Postautos in Brig und eine weitere öffentliche Tankstelle beliefert hat, geht es zurück ins Seeland. Vor Feierabend betankt er noch seinen Actros mit Diesel – und den Tankwagen mit AdBlue. ■ Lukas Kälin, Chauffeur bei Thommen-Furler AG. Die Firma hat derzeit offene Stellen für Chauffeure (Infos: QR-Code scannen).

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