13 Nr. 4 | 2026 FAHRZEUGE UND TECHNIK Während Iveco bei «Artic» und «Rigid» auf ganz unterschiedliche Batterien setzt, wird die E-Achse von FPT unverändert eingesetzt. Klappbare Tritte («Artic») haben sich auch bei anderen Herstellern für maximale Batteriegrössen bei den Sattelzugmaschinen bewährt. Batterien und diverse Antriebskomponenten im Chassis des «Rigid». Aktuell kann bei ihm zwischen drei Batteriegrössen gewählt werden. Im Angebot von Iveco gibt es den S-eWay Rigid als 4×2 und 6×2. Zudem sind drei unterschiedliche ePTO-Lösungen erhältlich. Bitte umblättern -Projekt Die E-Trucks von Iveco kommen als Sattelzugmaschine S-eWay Artic (links) und als Fahrgestelle S-eWay Rigid daher. Artic ist die Kurzform aus dem Italienischen veicoli articulati, Gelenkfahrzeug, und ist die Bezeichnung für die Sattelzugmaschine. Rigid kommt von fest, starr und wird in anderen Sprachen ebenfalls als Bezeichnung für die Fahrgestelllösungen benutzt. Optisch wie technisch unterscheiden sich «Artic» und «Rigid» in vielen Belangen, sind aber auch in etlichen Belangen gleich. Wichtigste Gemeinsamkeit ist die leistungsstarke eAchse von FPT (eAX 840-R), welche zwei Elektromaschinen und ein 1-Gang-Getriebe vereint. Sie bietet eine Dauerleistung von 480 kW und bis zu 840 kW Spitzenleistung. Iveco S-eWay Artic Auffällig beim «Artic» ist die aerodynamisch geformte Kabine, welche während der Zusammenarbeit mit dem US-Start-up Nikola entwickelt wurde. Sie verringert grundsätzlich den Verbrauch, was sie auch für die Langstreckenmodelle mit Verbrennungsmotor interessant machen würde. Die Gesetzesvorgaben erlauben bei aerodynamischen Kabinen mehr Fahrzeuglänge, um Technologie und Batterien unterbringen zu können. Entsprechend hat Iveco beim «Artic» den Radstand verlängert, um den nötigen Platz im Chassis für die Batterien zu schaffen. Beim «Artic» setzt Iveco auf LFP-Zellen und auf eine Betriebsspannung von 720 Volt. Die LFP-Zelle bietet zwar etwas weniger Energiedichte, als beispielsweise die NMCZellen, die im «Rigid» zum Einsatz kommen, dank geringerer Verluste stehen von den 603 kWh Bruttokapazität der verbauten drei Batteriepacks beachtliche 585 kWh Nettokapazität zur Verfügung. Diese ermöglicht gemäss Iveco über 600 km Reichweite, was in Kombination mit der aktuellen Ladeleistung von 350 kW zu zeitgemäss guter Autonomie führt. Iveco gewährt für diese Batterie eine hohe Garantielaufzeit. Mindestens 80 % der Kapazität sollen nach sechs Jahren oder 750 000 km mindestens noch vorhanden sein, was umgerechnet etwa 1200 MWh Verbrauch entspricht. Die Garantie lässt sich verlängern auf zehn Jahre oder 1,25 Mio. km, mit garantierter Restkapazität von 70 %. Iveco S-eWay Rigid Während der «Artic» einzig als 4×2 gebaut wird, ist der «Rigid» als Zwei- und als Dreiachser erhältlich und wird mit der traditionellen Kabine bestückt. Die Wahl besteht aus einer Day- und einer Sleeper-Cab mit 2,3 m Breite sowie einer breiten 2,5-m-SleeperCab. Je nach Einsatz kann zwischen drei unterschiedlichen Grössen der NMC-Batterie gewählt werden: 280 kWh Kapazität mit vier Batteriepacks, 350 kWh mit fünf Packs sowie 490 kWh mit sieben Batteriepacks. Letztere ermöglicht Reichweiten bis 400 km, die aber stark vom Einsatzprofil und von zusätzlichen Verbrauchern abhängt. Drei unterschiedliche PTO-Lösungen versorgen die verschiedensten Aufbaulösungen. Der Niedervolt-ePTO reicht beispielsweise für den Betrieb einer Hebebühne. Für Kühlaggregate dient der 20-kW-ePTO mit 400 V Wechselspannung (AC), der bei Anhängerzügen mit 2×20 kW erhältlich ist. Den hohen Energiebedarf, beispielsweise von Abfallsammelfahrzeugen, deckt der mechanische ePTO mit 60 kW Leistung (Gleichstrom DC) ab. Auch für die NMC-Batterie des «Rigid» gewährt Iveco sechs Jahre Garantie. Dabei unterscheidet Iveco jedoch die Batteriegrössen, denn mit vier Packs sind es sechs Jahre oder 70 000 km, bei fünf Packs sechs Jahre oder 80 000 km und bei sieben Packs sechs Jahre oder 100 000 km. Auch beim «Rigid» lässt sich die Batteriegarantie auf zehn Jahre verlängern. Der leise Genuss für unterwegs Mit dem modernen Digitalcockpit kommen S-Way-Chauffeure ohne grosse Angewöhnung mit den Elektro-Trucks zurecht. Auf
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