11 Nr. 8 | 2026 Neuer, aerodynamischerer eTGX – tiefere untere Frontscheibenkante, schmaleres Scheibenwischerband und stark geneigte Armaturenabdeckung für mehr Direktsicht. Nils Heine, Vizepräsident Alternativantriebe und Markteinführung bei MAN Truck & Bus. Routiers: Es ist das Ziel aller, möglichst alle Anwendungen auch elektrisch anbieten zu können. Wo steht MAN hier? Nils Heine: Wir haben inzwischen alle LkwModelle elektrifiziert und können bereits für über 60 % aller Anwendungen eine E-Lösung anbieten. Damit sind wir sehr gut aufgestellt. Neu sind bei den MAN-Batterien 95% der Kapazität nutzbar. Zuletzt waren es ja «nur» 90%. Was hat geändert? Heine: Wir sind mit der aktuellen Batterie seit vier Jahren am Markt. Die gesammelten Erfahrungen geben uns ein klareres Bild von ihrer Zuverlässigkeit. Deshalb gehen wir nun stärker an die Limite der Batterie, ohne negative Auswirkungen befürchten zu müssen. Gibt es eine theoretische Grenze für die Anzahl der Batterien im E-Truck? Heine: Es ist sehr zentral, die Balance zwischen Batteriegrösse und praktischem Nutzen für den Betrieb zu finden. Es macht FRAGEN: MARTIN SCHATZMANN FOTO: MAN TRUCK & BUS «Die Erfahrungen bewogen uns, bei der Batterie nun stärker an die Limite zu gehen» wenig Sinn, möglichst viel Batterie zu haben und wegen zu hohem Leergewicht Güter nicht transportieren zu können. Diesen Sweet Spot zu treffen, wird auch künftig die Herausforderung im Verkaufsgespräch sein. Wo sehen Sie Handlungsbedarf, damit E-Trucks noch mehr Fahrt aufnehmen? Heine: Es gibt verschiedene Punkte, aber die Ladeinfrastruktur ist zentral. Da läuft aktuell zwar sehr viel, gerade auch beim für den Langstreckenverkehr wichtigen Megawattladen. Aber da muss noch mehr gehen. Welches sind gesetzliche Hürden, die den E-Truck behindern? Heine: Wegen der Diversität Europas gibt es für E-Mobilitätsthemen kein homogenes regulatorisches System. Das erschwert die für Investitionen wichtige Planbarkeit. Zudem elektrifizieren sich die verschiedenen Branchen länderspezifisch ganz unterschiedlich – noch eine Planungserschwernis. ■
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